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Sri Lanka

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Nationalhymne:  Glossar
Gesamt Kult. Dreieck Hochland Süden Zusatzlektüre
Reiseverlauf (vom 1. September bis 29. September 1994):

Sri Lanka-GesamtWie fast überall war der Ausgangspunkt unserer Rundreise die Hauptstadt, also Colombo, und auch hier konnten wir der Großstadt nichts Überwältigendes abgewinnen, ganz im Gegenteil! So ging es mit dem Zug 10 Stunden quer über die Insel in Richtung Trincomalee (Tamilengebiet). Nach ein paar Badetagen mit Tauchgang im Golf von Bengalen ging es ins kulturelle Dreieck. Angefangen in Polonnaruwa mit Ausflug nach Sigiriya, weiter nach Anuradhapura, Mihintale und Aukana, besuchten wir so ziemlich alle bekannten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas. Mit einem Taxi fuhren wir dann in die wohl schönste Stadt (Kandy) und besuchten ein Elefantenwaisenhaus in der Nähe. Dann ging es zur Besichtigung der malerischen Teeplantagen und der Berglandschaft ins Gebirge nach Nuwara Elia, wo wir am höchsten Berg Sri Lankas wohnten und "Worlds End" sahen. Von dort aus wand sich der Bus aus dem Tal zum südlichsten Zipfel nach Matara bzw. Dondra Head. Um die kulturellen und landschaftlichen Eindrücke zu verarbeiten erholten wir uns noch ein paar Tage am Strand von Unawatuna, wo wir eine spirituelle Krankheitsaustreibung miterleben konnten und von wo aus wir einen Ausflug nach Galle unternahmen, ehe es dann per Zug mit Zwischenstation in Negombo zurück nach Colombo ging.


Allgemeines:

Transportwesen in Sri LankaUm eines gleich vorwegzunehmen, die übliche Freundlichkeit, die wir aus anderen asiatischen Länder kannten, konnten wir hier leider nicht antreffen. Nicht dass die Einwohner nicht freundlich waren, ganz im Gegenteil, sie lächelten fast immer, auch wenn sie einem dabei den Ellenbogen in den Magen rammten, eine bewusst falsche Aussage machten oder die Rechnung kurzerhand verdoppelten, weil als besonderer Service Zucker mit Ameisen auf dem Tisch stand. Es ist wirklich sehr schade, dass die Einwohner nichts unversucht lassen, um an das Geld der Touristen zu kommen. Sicher ist Sri Lanka ein armes Land und ich gebe auch gern ein gutes Trinkgeld, aber ich möchte nicht verarscht werden! Auf Grund dieser Erlebnisse, die sich in den 4 Wochen an jedem Platz wiederholten, kann ich leider nicht empfehlen, alsKlappriger Bus mit Holzplanken Rucksacktourist durchs Land zu reisen, da man zu viele Nerven lässt. Das besonders Ärgerliche daran ist, das so die wirklich Armen noch Ärmer werden und die Hotelketten verdienen, aber - warum auch immer - die Singhalesen begreifen nicht, dass sie mit etwas "echter" Freundlichkeit viel mehr verdienen könnten. Abgesehen davon ist Sri Lanka ein wahres Urlaubsparadies, da es von allem etwas zu bieten hat: Traumstrände, Kulturstätten en masse, eine geniale Bergwelt mit tollen Teeplantagen und super Tauchgebiete, und das Ganze auf relativ kleinem Raum und auch noch preiswert.

Das Reisen innerhalb des Landes ist eigentlich gut möglich, da es sowohl ein Eisenbahn- als auch ein recht gutes Straßennetz gibt und die Preise auch durchaus passabel sind. Das Problem kommt erst, wenn der Bus oder die Bahn recht voll ist (was oft vorkommt), denn dann wird der Preis für das Gepäck verdreifacht oder es kann nicht mitgenommen werden oder man wird einfach nicht in den Bus gelassen (bei der Ankunft in Negombo konnten wir nur aus dem Zug kommen, in dem wir die reinstürmenden Massen wieder hinausdrückten)! Die Qualität der Verkehrsmittel ist noch die gleiche wie zu Kolonialzeiten - die Busse sind mit Holzplanken ausgelegt, die Türen gehen oft nicht mehr zu und die Scheiben bestehen teilweise aus Plastikplanen, die Zugabteile besitzen zwar Ventilatoren und Fenster, aber nur als Attrappen, auch die Geschwindigkeit übersteigt selten 50 km/h. Positiv zu erwähnen sind lediglich die vielen kleinen Händler, die versuchen, einem die Fahrt mit Nüssen, Reis in Palmenblättern oder Süßigkeiten zu versüßen. Innerhalb der größeren Städte kann man bequem mit den Three-Wheeler von A nach B kommen, auch Rund- oder Tagesfahrten sind kein Problem, die Fahrer warten gern, wenn die Tageseinnahmen gesichert sind. Harte Preisverhandlungen sind meist nötig, auch wenn sie alle von einer 7köpfigen Familie, die heute noch nichts zu essen bekommen habe, barmen.

Hopper-ZubereitungDas Essen ist fast überall äußerst scharf, lediglich in touristischen Hochburgen (wie Colombo oder Kandy) ist es etwas gemäßigter. Nachdem wir in einigen kleinen einheimischen Restaurants gegessen haben wissen wir auch warum, schließlich müssen die Bakterien irgendwie abgetötet werden. Es ist übrigens recht nützlich, immer einen Satz Besteck bei sich zu haben, es sei denn, man ist fit im Fingeressen (einfache Restaurants haben nur selten welches). Ansonsten gibt es schmackhaftes Curry (hauptsächlich Huhn), Bratreis und -nudeln. Äußerst schmackhafte Fischgerichte gibt es an den Küsten: hier findet man neben Krebsen, Garnelen, div. unbekannte Fischarten auch den geliebten Hummer (Meine Empfehlung ist gegrillter Hai, zumal er keine Gräten hat). Zum Frühstück gibt es fast überall den Hopper, eine omelettartiger Teig, in den alles mögliche eingewickelt wird, aber auch das Standard-Western-Breakfast. Die Preise sind sehr angenehm und gehen von ca. 50 Pfennigen in den einfachen Restaurants für eine Portion Bratreis, über 3-4 Mark in touristisch angepassten Restaurants, ca. 10 Mark in den von Reisegruppen angefahrenen Restaurants bis zu 20 Mark und mehr in den Luxusrestaurants und Hotels. Wer auf einen gewissen Standard (wie Besteck) nicht verzichten möchte findet fast überall ein passendes Restaurant, auch wenn er dafür ein wenig mehr ausgeben muss.

Berühmt ist "Ceylon" natürlich auch für seinen Tee, den man auch überall bekommt, wenn auch in sehr unterschiedlichen Qualitätsstufen. Meist wird in Sri Lanka nur der Abfall (das, was normalerweise in den Teebeuteln landet) verwendet, alles andere wird exportiert. In der Gegend um Nuwara Eliya gibt es viele Teeplantagen und -fabriken, in denen man sowohl einen BOP oder aber auch einen Silver Tip probieren kann und auch die Verarbeitung zu sehen ist.

Das soll es zur Einführung gewesen sein, jetzt geht es zum eigentlichen Reisebericht und damit zuerst nach Colombo. Viel Spaß!

P.S. Sollten Euch ein paar Begriffe unbekannt sein, versucht es doch mal mit dem Glossar! Um weitere Informationen über Sri Lanka zu finden, solltest Du in der "Zusatzlektüre" stöbern, um Bemerkungen oder Tipps von anderen Reisenden nachzulesen oder selbst ein paar Bemerkungen zu machen, kann ich mein Sri Lanka Reise-Forum von Reisespinne.de empfehlen.