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Reiseverlauf (vom 14. Juli bis 29. Juli 2005):

Port El Kantoui

Seit unserem letzten Urlaub, den wir ohne unsere Tochter in Nepal bzw. Tibet verbrachten bestand bei Ihr kein Zweifel, dass sie im nächsten Jahr mit Mama und Papa zusammen in den Urlaub fliegt. Daraus resultierte unser erster Club- Urlaub und führte uns nach Tunesien in den Club Alhambra in Port El Kantaoui. Dies liegt etwa 5 km entfernt von Sousse, also ca. 30 Minuten vom Flughafen Monastir.

Als besonders entspannt fanden wir den Flug! Die Dauer von Hannover nach Monastir betrug nur 2:20  Stunden (mit Hapag-fly: war okay, Beinfreiheit ebenfalls). Tunesier sind generell sehr kinderlieb und freundlich, allerdings nervt es manchmal schon, dass jeder unsere kleine Tochter anfassen musste. Die Preise sind in den Touristenorten nur geringfügig günstige als in Deutschland, teilweise bezahlt man sogar etwas mehr, offensichtlich sind die prozentual stark vertretenen Franzosen bereit, dies zu bezahlen. Taxis dagegen sind generell deutlich preiswerter - für eine Fahrt von Port El Kantoui nach Sousse (ca. 6 km) haben wir 5 Dinar (4 €) bezahlt (ab 21:00 Uhr muss man allerdings 50% Aufschlag bezahlen). Da wir durch unsere Tochter vorsichtig mit einheimischen Restaurants waren, kann ich dazu leider wenig sagen.

Unser Club hatte vor allem den Vorteil, dass nahezu alle Sportgeräte kostenlos zur Verfügung standen. Neben Tischtennis, Bogenschießen, Fußball, Trapez und Billard waren auch Tennis, Segeln, Windsurfen, Kanu und Minigolf kostenlos! Ansonsten ist noch die Größe der Zimmer erwähnenswert, da sie sehr üppig war! Der Rest wie Pool, Restaurant und Außenanlage (riesiges Areal!) war gut, aber nicht überragend.Am Strand von Port El Kantoui Der Strand war sehr schön, natürlich mit kostenlosen Liegen und Schirmen und viel Sand, einziger Wermutstropfen waren hier die zum Ende unseres Urlaubes auftauchenden Feuerquallen (übrigens halfen die Mitarbeiter der Strandbar bereitwillig mit Tomaten aus!). Die Animation war hauptsächlich auf französisch, was vor allem im Kinderclub nicht so schön war - da aber ca. 75% Franzosen waren, dürfte dies nur wenige gestört haben.

Port El Kantoui ist letztendlich ein Trabantenort von Sousse, in dem sich die Hotels aneinander reihen. Zu sehen gibt es hier außer dem Hafen eigentlich nichts, auch der Hafen ist nicht wirklich außergewöhnlich, soll aber zu den besseren von Tunesien gehören. Soweit wir das beurteilen können ist das beste Café das Café Maures in der rechten Ecke vom Hafen (empfehlenswert ist der Café und der Salade Fruits glacee), man sitzt hier sehr ruhig in fruchtigem Ambiente. Die Touristeninformation direkt hinter dem Tor zum Hafen muss man nicht unbedingt aufsuchen - außer einem Faltblatt über Veranstaltungen des Sommers gibt es hier nichts. Außer mit dem Taxi bewegt man sich in Port El Kantoui mit dem Train Touristique (der auch nach Sousse fährt - immer zur vollen Stunde von Sousse, zur halben Stunde von Port El Kantaoui) oder mit der Pferdekutsche (die Preise bewegen sich zwischen 5 und 10 Dinar).

Sousse - La Medina (große Moschee)Die 5km entfernte Stadt Sousse besteht am Hafen bzw. zum Strand hin aus vielen Hotels, bietet aber auch noch den Flair einer alten arabischen Festung. Hier in "La Medina", so nennt sich das Gebiet innerhalb der alten Stadtmauer, kann man prima shoppen oder auch nur gemütlich einen Kaffee trinken. Viele der tausend Läden sind in den alten Gewölben untergebracht, weshalb sich allein deshalb der Blick in einige Läden lohnt. In die große Moschee dürfen Frauen maximal in den Innenhof, der sich aber auch schon lohnt anzusehen. Da hier sehr häufig Gebete abgehalten werden, kann man auch als männlicher Besucher selten den Rest de Moschee besichtigen. Das kann man dafür umso intensiver im unmittelbar daneben gelegenen Ribat tun. Einst eine wichtige Festung ist es jetzt ein Museum und man kann nach Besteigen des Turmes einen wunderbaren Blick über La Medina und ganz Sousse genießen. Ebenfalls sehen kann man eine weitere Sehenswürdigkeit - die Kasbah. An der höchsten Stelle von La Medina gelegen bildet sie den "Wächter" über der Stadt (Achtung: Freitags geschlossen!). Eine Empfehlung von mir: Lasst Euch mit dem Taxi zum Bab Al Garbhi (Tor an der Kasbah) fahren und lauft dann, nachdem Ihr die Kasbah besichtigt habt von oben durch die Gassen bis zur großen Moschee, besser kann man Tunesien nicht erleben! Allseits empfohlen wird der Sonntagsmarkt von Sousse, allerdings waren wir eher enttäuscht. Für alle, die noch nie einen orientalischen Markt gesehen haben, mag es interessant sein (es gibt Gewürze, Obst, Fische und Wühltische) - alle anderen wird es zu voll, zu klein und zu europäisch sein. Will man es trotzdem versuchen, sollte man spätestens um 9:00 Uhr da sein und nicht versuchen sich durch den Haupteingang zu quetschen, da die Seiteneingänge deutlich leerer sind!

Piratenboot im Hafen von Port El KantaouiUm ein wenig Abwechslung in den Strand-/Pool-Alltag zu bekommen werden diverse Ausflüge angeboten. Wir bestiegen als erstes ein Piratenboot im Hafen von Port El Kantaoui (für 35 Dinar für alle 3 inkl. Essen und Wasser + Cola). Die zweieinhalbstündige Fahrt ging am Strand entlang, mit Zwischenstopp zum Baden - eine durchaus empfehlenswerte Abweschlung. Absolut nicht empfehlenswert ist dagegen eine Fahrt mit dem Submarin-Boot für 15 Dinar (2 Erwachsene +1 Kind), da man nur sehr wenige Fische bzw. Korallen sieht! Man sollte auch nicht auf die Kataloge einiger Katamaransegler hereinfallen und glauben, dass man tatsächlich Delphine sieht (dies ist laut Einheimischer maximal im September möglich!). Weitere Ausflüge gehen mit einer Karawane oder dem Quad in die Umgebung. Alle weiteren Ausflüge waren auf Grund der Entfernung für uns nicht durchführbar.

Das Wetter war in den 14 Tagen unseres Aufenthaltes recht unterschiedlich, was wahrscheinlich daran lag, dass es gerade die Zeit des Umschwunges war. Die ersten 2 Tage war es sehr angenehm, sehr klar und Temperaturen kurz unter 30° C, dann folgten ein paar Tage, an denen es bereits um 9 Uhr sehr heiß war (Mittags waren es dann ca. 40° C). An den folgenden Tagen war es denn deutlich diesiger, so dass doch deutlich schwüler war, lediglich an den Tagen mit mehr Wind war es auszuhalten. Die letzten Tage war es dann recht bewölkt, aber trotzdem warm. Mal abgesehen von den ganz heißen Mittagsstunden wurden wir aber nicht vom Wetter beeinträchtigt.

So, das soll es auch schon zu diesem Urlaub gewesen sein. Wenn Ihr noch ein paar weitere Bilder sehen wollt, dann folgt diesem Link.